Mit dem Rad in Asien · Reise

Mit dem Rad durch Asien [Teil 1]

Alles fing an mit einer absurden Idee, die das Resultat von zu viel Langeweile und ein paar kalten Bier war. Warum nicht mal ein Land angucken, ohne von Turi-Bussen, Hotels, City-Guides und allem anderen Kommerz abhängig zu sein? Warum nicht einfach mal komplett selber entscheiden was man in einem Land sehen möchte und völlig unabhängig von anderen, seine Ziele und Wege aussuchen?

Genau das dachte ich mir auch und habe angefangen Lösungen zu finden. Zu Fuß? Zu langsam – eigenes Auto? Zu teuer – Trempen? Zu abhängig – Fahrrad? Perfekt!

 

Das Fortbewegungsmittel stand also fest. Nun brauch ich noch ein Ziel und vielleicht jemanden der mitkommt, damit es nicht langweilig wird. Kurz danach habe ich über die Pläne einer Freundin erfahren, dass sie durch Süd-Ost-Asien Reisen möchte. Eins führte dann zum anderen und ich hatte auf einmal ein Ziel und eine Mitreisende. Wir haben uns ein genaue Startstadt und Zielstadt ausgesucht, ein Rad gekauft, und Ausrüstung zugelegt und haben uns Flüge gebucht.

Im Frühling 2016 ging es dann nach Singapur, mit dem Ziel in ca. 4 Monaten im Vietnamesischen Hanoi zu sein.

Singapur

Die ganze Reise fing gleich mit Pannen und unglaublicher Gastfreundschaft an. Um mit dem Flugzeug transportiert werden zu können mussten wir die Räder in ihre Einzelteile zerlegen. Beim Zusammenbauen in Singapur am Flughafen haben manche Teile nicht mehr gepasst, die Schläuche hatten Löcher und die Luftpumpe hat nicht mehr gepasst. Geholfen wurde uns von einer Infostand Mitarbeiterin die ihren Mann herbeordert hatte, um eine Luftpumpe zu bringen. Nach einem zu übereifrigen Pumpen ist der Schlauch dann leider explodiert, woraufhin der nette Herr mich zusammen mit meiner Freundin und unseren Rädern über eine Stunde zur anderen Seite der Stadt gebracht hat, wo ein Couchsurfer auf uns gewartet hat.

Den darauffolgenden Tag haben wir mit klassischem Sightseeing in der Riesenmetropole verbracht, ehe wir mit den Rädern Richtung Malaysia aufgebrochen sind.

 

 

 

 

Malaysia

Malaysia ist ein sehr Facettenreiches Land mit einem starken Einfluss aus der Kolonialzeit, der sich mit einem relativ liberalen Islam verbindet und unglaublich offene, hilfsbereite und liebenswerte Menschen schafft. Die ersten hundert Kilometer durch die Ölpalmenplantagen die direkt vor Jahor Baru, der zweitgrößten Malaysischen Stadt liegen, waren eine Qual, größtenteils aber weil wir noch kein bisschen an das Klima, die Zeitverschiebung und die Fahrräder gewöhnt haben. Die erste Stadt nach jahor Baru, welche auf unserer Route liegt, haben wir nach drei anstatt einem Tag erreicht.

Von Beginn an haben wir uns vorgenommen, nicht jedes kleine bisschen zu planen, sondern spontan von Tag zu Tag zu leben und uns von den “Locals” das Land näherbringen zu lassen. Noch in der ersten Woche nach Singapur sind wir auf einen aufgeschlossen malayen getroffen, der spontan vorgeschlagen hat sich uns anzuschließen und das haben wir natürlich gerne angenommen. Insgesamt sind wir mit Lokman 3 Tage durch den Süden Malaysias geradelt und teilweise auch mit seinem Pickup gefahren und haben eine Historische Stadt, einen national Park und seine Alte Universität angeguckt in der wir bei seinen alten freunden auch eine Nacht verbracht haben. Von der Art her war Lokman wie ein “Westler”. Er hat geraucht, geshishat, wir haben nachts um 5 ein Champions League Spiel gesehen und haben über Partys, Lernen und alles andere geredet. Mit Lokmans streng religiösen Freunden konnten wir ohne Hemmungen über den Islam, und alle dazugehörigen Einschränkungen, diskutieren und eine Mängelernen.

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