Mit dem Rad in Asien · Reise

Mit dem Rad durch Asien [Teil 2]

Alles fing an mit einer absurden Idee die das Resultat von zu viel Langeweile und ein paar kalten Bier war. Warum nichtmal ein Land angucken, ohne von Turi-Bussen, Hotels, City-Guides und allem anderen Kommerz abhängig zu sein? Warum nicht einfach mal komplett selber entscheiden was man in einem Land sehen möchte und völlig unabhängig von anderen seine Ziele und Wege aussuchen?

Genau das dachte ich mir auch und habe angefangen Lösungen zu finden. Zufuß? zu langsam – Eigenes Auto? zu teuer – Trempen? zu abhängig – Fahrrad? Perfekt!

Um auf dem laufenden zu sein, empfehle ich die vorherigen Teile gelesen zu haben.

Nachdem wir uns, drei Tage nachdem er sich uns angeschlossen hat, von Lokman verabschiedet hatten, ging es weiter Richtung Norden. die nächsten Ziele lauten Port Dickson und dann Kuala Lumpur. Nicht nur in der Zielstadt nach dieser Tagesetappe, sondern mitten auf dem weg wurden wir an diesem Tag zwei mal sehr überwältigt von der Gastfreundschaft der Malaien. Ein Bangladescher hat uns angehalten und uns zu sich nachhause eingeladen mit dem Hintergrund das er gerade Äpfel gekauft hat und uns gerne einen anbieten möchte. Sein perfektes Englisch war eine kleine Überraschung, hat ihn aber sehr verachtungswürdig wirken lassen. Es hat sich herausgestellt, dass er Schiffbauingenieur ist und an einer Nahe gelegenen Universität gerade an seinem Master arbeitet. Da es noch sehr zu beginn der Reise war warnen wir natürlich noch eher vorsichtig was das “mitgehen bei Fremden” angeht, letztendlich war es das aber total Wert. Im streng muslimischen Malaysia ist Alkohol eine rarität, der Bangladescher hat uns aber trotzdem mi stolz etwas aus seiner Whiskey Sammlung angeboten und die Äpfel waren köstlich erfrischend.

Nichtmal eine Stunde später sind wir an einer kleinen Fahrradwerkstatt vorbeigekommen und wurden von einem Passanten direkt zum Mittagessen eingeladen wo wir Bom, die Spezialität des Dorfes präsentiert bekommen haben. Die gefüllten Teigtaschen waren ebenso köstlich und nachdem wir die “weltbesten” Bom dort gegessen hatten , haben alle anderen Boms auf dem Rest der Reise nur noch halb so gut geschmeckt.

 

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Ich links – der stolze Koch in der Mitte – der stolze Passant rechts

 

In Port Dickson angekommen haben wir bei einer Couchsurfering gewohnt die uns zusammen mit ihrer Mutter in den zwei Tagen in der Stadt alle Geheimtipps (Kulinarisch und von der Natur her) gezeigt hat. Nach unserem ersten Strand Tag der Reise in Port Dickson haben wir uns dann auf den weg nach Kuala Lumpur gemacht.

Kuala Lumpur

Die imposante Hauptstadt Malaysias lässt sich am besten in Bildern beschreiben. Natürlich haben wir uns die Petronas Towers, den Fernsehturm und die riesigen Straßen Märkte in der China Town angeguckt.

 

 

Nach Kuala Lumpur sind wir weiter Richtung Norden aufgebrochen mit den Cameron Highlands als nächste Etappe. Fast 250 km lagen vor uns und wir haben 3 Tage für die Strecke eingeplant. auf dem Weg haben wir das erste mal im abseits der Straße, in der Natur gezeltet und in einem Tempel übernachtet. Die Letzten 30 km der Strecke war der sehr anstrengende aufstieg in die Highlands was der bis dahin strapazierendste Teil der Reise war und auch lange bleiben sollte.

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