Aus dem Leben · Sonstiges

Containern – Wo Österreich und die Schweiz den deutschen weit vorraus ist

Bei vielen bekannt unter dem Begriff “Containern”, im englischen “Dumpster Diving” ist eine Praktik bei der Lebensmittel aus Müllcontainern für den Eigengebrauch entfernt werden. Die Gründe der praktizierenden Menschen können von Armut, über ein Sparbewusstsein bis hin zum Protest der Konsumgesellschaft, alles mögliche sein. Obwohl das Containern weitestgehend in der Gesellschaft akzeptiert ist und von vielen als problemlos angesehen wird, sieht es die deutsche Politik nicht so. Laut dem Deutschen Gesetz wird weggeworfenes immer noch als Eigentum angesehen, bis es von der Müllabfuhr eingesammelt wird und das Betreten von Supermarktgrundstücken zum Entnehmen der Lebensmittel aus den Mülleimern wird als Hausfriedensbruch (§ 123 Abs. 1 StGB) oder Diebstahl (§§ 242 f. StGB) angesehen. Bei unseren Nachbarländern sind sie über diese so unbeliebte Gesetzeslage schon lange hinweg und haben das Containern als straffrei eingestuft, solange keine physischen Barrieren überwunden werden (Zaun, Schloss etc.)

Da das verbieten von Services an Bedürftige, welche nichts kosten und niemandem schadet völlig unmoralisch ist, würde ich Containern als der gleichen einschätzen. Lebensmittel welche das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) erreicht haben müssen laut Gesetz in den darauffolgenden Tagen noch Problemlos verzehrbaren weswegen das Verbieten des Containerns kein Gesundheitsrisiko darstellt. Natürlich sollten trotzdem bestimmte Regel befolgt werden. Bei Fleisch und Fisch sollten besondere Vorsicht geboten sein und unverpacktes Ost und Gemüse sollten nur genommen werden, wenn sie in einer dicken Schale eingepackt sind und diese unbeschädigt ist. Bei eingeschweißten Produkten sollten allerdings keinerlei Gesundheitsrisiken bestehen.

Wie kann man sich einsetzen, um dem Spuck ein Ende zu setzen?

Einerseits kann man selber mit dem Containern anfangen und das Wort verbreiten, um die nicht überzeugten zu sensibilisieren. Bis jetzt würden alle Strafverfolgungen nicht bis zum Ende geführt, da “das öffentliche Interesse zu geringfügig sei”. Andererseits setzen sich liberale Parteien für eine Dekriminalisierung des Containerns ein.

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