Aus dem Leben · Innovation · Sonstiges

Wenn die Zeit zum lesen fehlt

Als der Buchdruck im 15. Jahrhundert von Johannes Gutenberg erfunden wurde, galt dies als der Durchbruch für die weltweite Verbreitung von Bildung und als der entscheidende Faktor für das Überkommen des Mittelalters. Immernoch ist der größte Teil des menschlichen Wissens in Büchern niedergeschrieben und nicht wie von vielen behauptet, im Internet geschrieben. Aus diesen Gründen, ist das Lesen von Büchern immer noch von enormer Bedeutung für die persönliche Weiterentwicklung und für das Bereichern mit Wissen. Jedoch hat jeder einzelnde ein beschäftigtes leben und tut sein Bestes, die 24 Stunden eines Tages voll auszukosten. Die wichtigen Dinge wie Arbeit, Uni, Schule etc. kommen klar immer als Erstes und ab da haben dann Dinge wie Sport, Kochen, Familie und Freunde auch eine hohe Stellung.

Was oft im täglichen Leben dadurch an Wichtigkeit und Anteil verliert, ist die Zeit für die eigene Weiterentwicklung. Da das tägliche Leben allerdings in verschiedenen Orten, überall in einer Stadt verteilt stattfindet, wird viel Zeit in die Relokalisierung des Körpers gesteckt, um die täglichen To-Do’s zu absolvieren. Diese Zeit die in öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß oder auch auf dem Rad verbracht wird, ist oft kostbare Zeit, die auch deutlich sinnvoller genutzt werden kann. Hier möchte ich allerdings nicht auf Möglichkeiten eingehen, wie man diese Zeit reduzieren kann, sondern meine Lieblings Parallelaktivität vorstellen, welche diese Zeit deutlich interessanter macht und mir gleichzeitig die so wichtige Zeit zur Weiterentwicklung bereitstellt.

Audiobooks bieten seit Jahren schon eine alternative zu traditionellen Büchern oder sogar E-Books bei denen man in beiden Fällen still stehen oder sitzen muss, um mit den Augen die Informationen aufzunehmen. Seitdem das Format MP3 im Jahr 2005 durch den IPod in jedermanns Tasche gekommen ist, erfreuen sich Audiobooks großer Beliebtheit doch in den vergangenen Jahren ist dieses Format eher in Vergessenheit geraten. Besonders in Zeiten die man im Transport „verwartet“, kann man dieses Medium effektiv nutzen. Kritische Stimmen sagen, dass man die Schrift nicht so aufnimmt, wie es vom Autor gedacht ist, da diese von einer außenstehenden Person vorgelesen wird. Orte, Charaktere und Stimmen können nicht im eigenen Kopf geformt werden da diese von der vorlesenden Person bestimmt werden und es wird gesagt, das ein Buch nicht in der persönlich bevorzugten Geschwindigkeit aufgenommen wird.

All diese Gründe kann ich allerdings aus eigener Erfahrung abstreiten. Menschen, die Literatur in Audiobooks umwandeln, haben eine deutlich exzessivere Vergangenheit mit Schriften generell und haben weiter entwickelte Fähigkeiten im Deuten von gelesenem was die Qualität von gehörtem höher als die Qualität von selber gelesenem setzt. In den meisten Playern in denen man Audiobooks konsumiert, gibt es die Möglichkeit, das Buch in 0,75 oder 1,25-facher Geschwindigkeit abzuspielen und wenn man bemerkt, dass die Aufmerksamkeit langsam dahinschwindet, kann man schlicht mit einer Berührung 15 oder 30 Sekunden zurückspulen und sich den vergangenenAbschnitt erneut durchlesen. Weitere Gründe für die Wiederbelebung des Audiobooks ist es, dass man keinen Extras Platz in seiner Wohnung oder seinem Haus bereitstellen muss, um gelesene Exemplare unterzubringen. Grade zu Zeiten von Handys, die die 64GB Marke überschreiten und in Zeiten in denen alle Fotos und Videos sowieso in Clouds gespeichert sind, bietet das Handy definitiv genug Platz um die ca. 200MB eines Audiobooks unterzubringen.

 

 

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