Von der Weizenkornlegende zu Magnus Carlsen

Als Schach vor über 1000 Jahren im alten Indien erfunden wurde, hat sich unverändert über die ganze Welt verbreitet und besitzt mittlerweile auf fast jedem Kontinent den Status eines Kulturguts. Seitdem im 15. Jahrhundert die heutigen Regeln in Europa festgesetzt wurden, stand der Zukunft des Schachs nichts mehr im Weg. Mit der Industriellen Revolution Mitte des 19. Jahrhunderts ist das Schachspiel vom Adel aus auch in den bürgerlichen Schichten angekommen. Nach dem sich die ersten Schach-Gruppen zu Vereinen und Verbänden gefunden haben, wurde im Ende des 19. Jahrhunderts durch den Zweikampf zwischen Steinitz und Zukertort der Erste Weltmeister ermittelt und mit der Gründung des FIDE (Internationaler Schachverband) wurden diese Spiele unter der Hand eines offiziellen Verbandes durchgeführt. Obwohl russische Schachspieler die meiste Zeit der modernen Schachturniere dominiert haben, haben sich die europäischen und amerikanischen Schachspieler ab dem Sieg von Bobby Fischer im Jahr 1972 stärker in den Bestenlisten positioniert.

Einfluss auf die Geseltschaft

Heutzutage wird Schach sowohl als Wettbewerbssport als auch als Freizeitspiel gespielt und ist in fast jeder Schule und Stadt als Verein präsent. Sämtliche Studien haben belegt, dass das Schachspielen, unabhängig vom Alter sehr positiv für den Geist ist und sowohl das logische als auch das analytische Denken stark fördert. Neben den intellektuellen Einflüssen auf die Gesellschaft haben sich auch die Literatur und die Mathematik viel mit dem Schachspiel beschäftigt. Schon im Mittelalter hat, wurden Gleichungen um das Schachspiel verbreitet in denen es um den Einfluss der Bauern oder die Machtlosigkeit des Königs geht, wenn dieser nicht von seinen eigenen Figuren unterstützt wird. Außerdem wird das Schachbrett in Geschichten wie der Weizenkornlegende als Beispiel der Auswirkung von exponenziertem Wachstum genutzt. Der Untertan eines indischen Herrschers wurde ein Wunsch ausgesprochen, woraufhin dieser sich ein Weizenkorn für jedes Feld auf einem Schachbrett wünscht, mit der Bedingung, dass die Menge an Weizenkörnern mit jedem folgendem Feld verdoppelt wird. Da sich der indische Herrscher der Auswirkung von exponenziertem Wachstum nicht bewusst war, hat dieser den Wunsch erfüllt und dem Untertan 18.446.744.073.709.551.615 Weizenkörner geschuldet, was ca. dem 12-fachen der weltweiten jährlichen Weizenproduktion zu heutiger Zeit entspricht. In der Literatur wurde die Komplexität des Schachspiels unter anderem in Novellen wie der Schachnovelle dargestellt und dient der Popkultur als Symbol für Intelligenz und Weisheit.

 
Egal ob du Anfänger, fortgeschrittener oder Großmeister bist, Schach ist eine hervorragende Möglichkeit um sein Gehirn zu trainieren und seine analytischen Fähigkeiten mit andern zu vergleichen während Glücksfaktoren keinerlei Einfluss auf den Ausgang eines Schachspiels haben.

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