Niederlande – Ein Roadtrip durch die Randstad

Das Ballungsgebiet Randstad beheimatet auf 20% der niederländischen Fläche ganze 40% der Bevölkerung ist eines der bedeutendsten Wirtschaftsräume Europas. Die 4 größten Städte der Randstad, Amsterdam, Den Haag, Rotterdam und Utrecht, liegen jeweils nur ca. 50 km voneinander entfernt und sind mit einer der besten Infrastruktur der Welt verbunden. Die perfekten Bedingungen für einen kurzen Low-Budget-Roadtrip!

4 Großstädte in 4 Tagen klang zu Beginn ein wenig optimistisch, solange man aber noch Jung ist und durch die hervorragende Infrastruktur in den Niederlanden war es kein Problem.

Tag 1 – Amsterdam

Mit einer Einwohnerzahl von gerade mal 850.000 im Stadtgebiet von Amsterdam beherbergen die Niederländer ca. 5.300.000 Touristen pro Jahr was Amsterdam zu einer der beliebtesten Touristen Attraktionen der Welt macht (Quelle: amsterdam.org). Durch die geringe Größe Amsterdams lässt sich das Zentrum von Amsterdam perfekt zu Fuß erkunden. Da es nicht mein erster Besuch ist, konnte ich ohne schlechtes Gewissen die Haupt-Attraktionen wie das Anne-Frank-Haus und das Rijksmuseum auslassen und mich auf die unentdeckten Geheimnisse Amsterdams konzentrieren.

Unsere erste Station ist die sogenannte „Ons Lieve Heer op Solder“ eine versteckte Katholische Kirche, mitten im Herz von Amsterdam, ca. 5 Minuten Fußmarsch vom Hauptbahnhof entfernt. Da wir uns danach nicht weiteres vorgenommen haben, außer am Abend ein Konzert zu besuchen, sind wir von dort aus „blind“ durch die Stadt gelaufen und jeder durfte mal Tourguide sein. Durch die ca. 150 verschiedenen Nationalitäten, die in Amsterdam leben, ist die kulinarische Vielfalt ein Traum für jeden Essensliebhaber. Nach etlichen Kilometern zu Fuß haben wir den Abend im Vondelpark ausklingen lassen, wo wir uns auf ein Konzert im Vondelbunker vorbereitet haben. Kurz vor Mitternacht haben wir uns schließlich auf den Weg zur nächsten Station gemacht und sind Richtung Den Haag aufgebrochen.

Tag 2 – Den Haag

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Da einer unserer Mitreisenden aus den Niederlanden kam, haben wir die Möglichkeit genutzt in seinem Elternhaus zu übernachten. Ausgepowert und müde sind wir direkt schlafen gegangen und konnten erst am Morgen die wahnsinnige Anlage bestaunen, in der wir die Nacht verbracht haben. Das 6-stöckige Reihenhaus, direkt an einem Kanal gelegen, hatte eine schwimmende Terrasse mit hauseigenen Kajaks, weswegen wir vor dem Frühstück erstmal die Nachbarschaft durch die Kanäle erkundet haben, ehe wir auf den Weg in die Altstadt von Den Haag gemacht haben.

Nach einem Vormittag am Scheveningen, der beliebteste Strand in den Niederlanden, ging es vorbei an spät-mittelalterlichen Burgen (Ridderzaal), an der 600 Jahre alten Stadtkirche (Grote Kerk) und an einem 120m langem Gemälde im Panorama Mesdag. Um nach dem 2. vollgepackten Tag in den Niederlanden haben wir uns etwas ausgeruht, ehe wir die Nacht im Lieblingsclub unseres Gastgebers durchgefeiert haben.

Tag 3 – Rotterdam

Trotz eines kleinen Katers, ging es am nächsten Vormittag von der drittgrößten in die zweitgrößte Stadt der Niederlande. In Rotterdam haben wir gleich im Stayokay Rotterdam eingecheckt, welches im Kubushaus zu finden ist. Das Kubushaus, welches als eines der bekanntesten Gebäude Rotterdams ist, ist eine Kreation des Architekten Piet Blom. Das Stadtzentrum von Rotterdam wirkte, im Gegenteil zu Amsterdam und Rotterdam, sehr modern und sogar ein wenig futuristisch.

Durch die Jahrhunderte alte Geschichte der Stadt lassen sich neben den imposanten Neubauten aber auch alte Schätze in Form von Kirchen und Museen finden. Rotterdam liegt direkt am Rhein-Maas-Delta, wodurch der Hafen im letzten Jahrhundert zum größten Seehafen Europas angewachsen ist. Der Hafen selber ist allerdings sehr langgezogen und im Vergleich zu Häfen in anderen Städten nicht besonders attraktiv für Touristen. Sobald die Sonne untergeht, leuchtet die Skyline des Hafens jedoch durch hunderttausende Lichter der industriellen Anlagen auf und ist eine Augenweite. Nach einem entspannten Abend in Rotterdam ging es am nächsten Morgen weiter in das wunderschöne Utrecht.

Tag 4 – Utrecht

Die kleinste Stadt der 4 Randstad-Städte fällt besonders durch ihre imposanten Sakralbauten und Profanbauten auf. Auf dem Weg von Rotterdam war die erste Station die Burganlage Kasteel de Haar, welche ca. 15 Kilometer außerhalb des Zentrums liegt. Im Zentrum von Utrecht haben wir den kompletten Tag zu Fuß verbracht.dom-tower-329484_1280 Angefangen vom Dom Tower, dem höchsten Kirchturm der Stadt (112 Meter), ging es entlang der zahlreichen Grachten zur St. Willibrord Kirche, ehe wir den Tag in den Parkanlagen am östlichen Rand des Zentrums ausklingen lassen haben.

Da uns die Zeit davon lief, mussten wir am späten Nachmittag leider schon zurück nach Amsterdam, von wo aus es zurück in die Heimat ging.

Dadurch, dass die niederländischen Städte in Randstad so nah beieinander liegen, ist die Region das perfekte Ziel für kurzfristige Roadtrips. Durch die langwierige Geschichte, die bis ins Mittelalter zurückreicht und durch die wirtschaftlichen Zentren in Amsterdam und Rotterdam, kann man nicht nur historische Sakralbauten, sondern auch moderne Architektur bewundern. Die Randstad ist definitiv eine Reise wert!

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