Mit dem Rad in Asien · Reise

Mit dem Rad durch Asien [Teil 4]

Alles fing an mit einer absurden Idee, die das Resultat von zu viel Langeweile und ein paar kalten Bier war. Warum nicht mal ein Land angucken, ohne von Turi-Bussen, Hotels, City-Guides und allem anderen Kommerz abhängig zu sein? Warum nicht einfach mal komplett selber entscheiden was man in einem Land sehen möchte und völlig unabhängig von anderen, seine Ziele und Wege aussuchen?

Genau das dachte ich mir auch und habe angefangen Lösungen zu finden. Zu Fuß? Zu langsam – eigenes Auto? Zu teuer – Trempen? Zu abhängig – Fahrrad? Perfekt!

Um auf dem Laufenden zu sein, empfehle ich die vorherigen Teile gelesen zu haben.

Penang

Nachdem wir uns am Morgen von unseren Gastgebern verabschiedet hatten, haben wir auf dem schnellst möglichen Weg noch die 3 Top-Sehenswürdigkeiten von Ipoh aus unserem Reiseführer angeschaut. Das Programm bestand aus 2 Höhlen, welche zu Tempeln ausgebaut wurden und am Ende ging es zum Bahnhof selbst, welcher vor mehreren hundert Jahren von den Briten errichtet wurde. Von Ipoh aus ging es dann mit dem Zug nach Butterworth, die Stadt von welcher aus die Fähre nach Penang losfährt. Um auf Pnang von unserem Zelt Gebrauch zu machen, haben wir uns dazu entschlossen, am Strand zu zelten. Nach ca. einer Stunde Fahrt aus der Stadt raus haben wir einen netten Strandabschnitt gefunden, auf dem wir hinter einer Gruppe großer Steine in Sichtschutz von der Promenade unser Lager aufgeschlagen haben. Das Schönste daran, am Strand zu schlafen, ist die Möglichkeit, jederzeit kurz ins Meer zum Schwimmen und erfrischen gehen zu können, und man dafür keine 5 Meter zurücklegen muss. Am nächsten Morgen haben wir uns ein frisches Frühstück mit Mango und Papaya am Strand gegönnt, ehe wir zurück in die Stadt gefahren sind und dort den Tag mit Sightseeing zu verbringen. In George Town, der größten Stadt Penangs wimmelt es an jeder Ecke mit lustiger und kreativer Street Art und die Architektur ist stark von den britischen Gebäuden aus der Kolonialzeit geprägt.

 

 

Couchsurfing auf Penang – eine einzigartige Erfahrung

Eine weitere Besonderheit auf Penang ist die sehr gut organisierte und aktive Couchsurfer Gemeinschaft, die von einer Gruppe einheimischer organisiert wird. Jede Woche treffen sich die Teilnehmer zusammen mit ihren Gästen und anderen Reisenden in einem Cafe oder einem Restaurant und erzählten sich Geschichten von vergangenen und bevorstehenden Reisen und tauschen sich über alles sehenswerte in der Umgebung und auf dem ganzen Kontinent aus. Die Reisenden kamen aus der ganzen Welt und haben die verschiedensten, höchst interessante Reisestiele. Unter anderem haben wir dort einen Weißrussen getroffen der ausschließlich durchs Trampen, den ganzen Weg vom europäischen Osten bis nach Malaisen hinter sich gebracht hat. Außerdem war ein Schweizer anwesend, der auch viel mit dem Rad gereist ist und uns wertvolle Tipps für den Rest der Reise mitgeben konnte. Bei diesem treffen wurde außerdem ein kommendes Camp angekündigt, welches am darauffolgenden Tag stattfinden sollte. Das Camp wurde von einem Reisenden organisiert der insgesamt schon 3 Wochen auf Penang verbracht hat und für seinen Abschied etwas Besonderes machen wollte. Da wir keine konkreten Pläne für die kommenden Tage hatten, haben wir uns dazu entschlossen am Camp teilzunehmen. Die Nacht haben wir am selben Strand wie dem vorherigen verbracht und am nächsten Tag wurden zusammen mit den anderen Teilnehmern alle Vorbereitungen für das Camp getroffen. Jeder hat etwas Essen und kleine Geschichten vorbereitet, welche er gerne mit der Gruppe am Lagerfeuer teilen möchte. Am Abend haben wir uns alle an einem verlassenen Strand im Norden der Insel getroffen und uns mit einem vielseitigen Buffet die Bäuche voll gemacht und die vielseitigen Geschichten der anderen Reisenden genossen. Ein weiteres Highlight der Nacht war das Schwimmen in der Nacht bei dem man fluoreszierende Bakterien im Wasser zum erleuchten bringen konnte, wenn man durch dieses mit der Hand strich.

Am Tag nach dem Camp haben wir uns am Abend wieder mit allen Couchsurfern getroffen und anschließend unser Zelt im botanischen Garten der Stadt aufgeschlagen, da wir am nächsten Morgen vorhatten, noch vor Sonnenaufgang den höchsten Berg der Insel zu besteigen und von dort den Sonnenaufgang vom Gipfel aus anzugucken.

Zu den vorherigen Teilen der Reise:

Erster Teil

Zweiter Teil

Dritter Teil

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