Hamburg zu Fuß erleben

Gerade im Frühling und Sommer werden Städtetouren immer beliebter. Besonders Hamburg ist einer der größten Profiteure dieses Trends. In den vergangenen Jahren konnte die Hansestadt Ihr Touristen Volumen verdoppeln und ist damit Spitzenreiter der am schnellsten wachsenden Tourismusziele Europas. Für diejenigen, die die größte europäische „Nicht-Hauptstadt“ zu Fuß erkunden möchten, gibt es einige Tipps und Tricks um das Beste aus der Stadt herauszuholen. Wenn man sich dazu entscheidet, die Sehenswürdigkeiten der Hansestadt zu Fuß zu erkunden, möchte man dies natürlich so effizient wie möglich machen und keine anstrengenden Kilometer verschwenden. Um während dessen aber auch nichts zu verpassen, würde ich gerne meine „Standard-Tour“ vorstellen, welche ich meinen Gästen in Hamburg zeige. Das Ziel der Tour ist es, sowohl das moderne als auch das alte Hamburg zu sehen, die Lieblingsspeisen der Hamburger kennenzulernen und vielleicht sogar ein wenig über die turbulente Geschichte der Stadt zu lernen.

Alster, Rathaus und der Michel

Wenn man am über 110 Jahre alten Hamburger Hauptbahnhof ankommt, steht man schon mitten in der ersten Sehenswürdigkeit der Stadt. Mit einer Spannweite von 73 Metern und insgesamt fast 17.000 m<sup>2sup> Fläche ist die Bahnhofshalle zwar nicht gerade das eleganteste Gebäude, monumental ist es aber nichtsdestotrotz. Vom Hauptbahnhof aus geht die Tour auf der Mönckebergstraße Richtung Rathaus weiter. Auf der Haupteinkaufsstraße Hamburgs kann man seinen Shopping Durst stillen und durch mehrere Kaufhäuser und Einkaufszentren aus hunderten Geschäften auswählen. Auf halbem Weg durch die Mönckebergstraße kommt die Spitalerstraße dazu und es wird Zeit für den ersten Snack der Tour. In der Imbissbude Mö-Grill gibt es typische Currywurst für in die Hand. Gegen Ende der Mönckebergstraße kommt man an der im gotischen Stil gebauten St. Petri Kirche vorbei, ehe man vor dem imposanten Hamburger Rathaus steht. Wer will, kann sich im Inneren des Rathauses umschauen, der sich von außen an der verzierten Fassade des 120 Jahre alten Prachtbaus erfreuen. Nach dem Überqueren der anliegenden „kleinen Alster“ gelangt man durch die Alsterkaskaden zum Jungfernstieg wo moderne Geschäfte in historischen und imposanten Gebäuden zu finden sind. Um die Binnenalster richtig zu genießen, kann man sie entweder umrunden, sich auf den Bänken des Jungfernstiegs ausruhen oder im ALEX auf der Terrasse einen Kaffee mit Blick auf die Alster genießen.

Auf dem Weg zur St. Michaelis Kirche, von Hamburgern auch liebevoll „Michel“ genannt, gibt es einen Leckerbissen für Autoliebhaber. Am Anfang des Hansaviertels, gibt es einen Tesla Motors Store, in dem man in verschieden Tesla-Modellen Probesitzen kann und mit der Mittelanlage herumspielen kann. Entlang der Fleete gelangt man vom Hanseviertel schließlich zum Michel wo man sich definitiv die Zeit nehmen sollte auf die 110 Meter hohe Aussichtsplattform hochzugehen. Oben angekommen hat man einen atemberaubenden Ausblick auf die weiten des Hafens, auf die Kirchtürme der Stadt welche weit über die Hausdächer herausragen, auf das Millerntor und auf die Alster. Die fast 350-jährige Geschichte des Michels, welcher schon zwei Mal nach Brandkatastrophen wiederaufgebaut werden musste, ist von hoher Bedeutung für jeden Hamburger. Vom Michel aus geht es über die Michelwiese und das Schaartor in einen der ältesten Teile der Stadt.

Die Speicherstadt und HafenCity

Die Elbinseln, zu denen man nun gelangt, sind in zwei Teile aufgeteilt. Im Norden findet man einen der ältesten Teile der Stadt, welcher im direkten Kontrast zum südlichen Teil steht, da dieser erst vor wenigen Jahren komplett neu errichtet wurde. In der Speicherstadt, welche mittlerweile Teil des UNESCO Weltkulturerbes ist, kann man die bis zu 130 Jahre alten Kontoren und Lagerhäuser erkunden. Neben dem hohen historischen Wert des Stadtteils, findet man in der Speicherstadt das weltberühmte Miniaturwunderland, den Hamburg Dungeon, so wie eine Vielzahl an Museen und Kultureinrichtungen. Auf der anderen Seite der Elbinseln findet man das komplette Gegenteil der historischen Speicherstadt. Die im Jahr 2008 gegründete HafenCity ist ein neu erbauter Stadtteil, welcher zurzeit den Titel des größten innerstädtischen Stadtentwicklungsprojekts Europas trägt. Geprägt von moderner Architektur und Glassfacaden, hat die HafenCity seinen ganz eigenen Charm. Es ist erwartet, das Projekt bis ca. 2030 abgeschlossen sein wird. Nach einer Runde durch die HafenCity geht es an der westlichen Spitze des Großen Grasbrook auf der Aussichtsplattform der Elbphilharmonie weiter. Die im Jahr 2016 eröffnete Elbphilharmonie, von Hamburgern auch Elphie genannt, ist kurz nach der Eröffnung direkt der Touristen Magnet Nummer eins geworden und bietet von der öffentlichen Aussichtsplattform einen schönen Blick auf den Hafen, die HafenCity und die Innenstadt.

Die Landungsbrücken

Von der Elbphilharmonie geht es entlang der Elbe weiter Richtung Westen. Die Landungsbrücken, welche mit Fischbrötchenbuden, Souvenirshops, Hafenrundfahrten und Museumsschiffen wie der Rickmer Rickmers und der Cap San Diego gespickt sind, bieten einen hervorragenden Blick auf die Elphie und die Werften und Containerumschlagplätze auf der anderen Seite der Elbe. Wer bereits eine Fahrkarte für den öffentlichen Nahverkehr hat, kann von den Landungsbrücken aus, kostenlos mit Schiffen die Elbe hoch und runter fahren. Gegen Ende der Tour gibt es endlich eine typische Hamburger Mahlzeit. Die letzte Bude der Landungsbrücken, die „Brücke 10“ hat hervorragend schlichte Fischbrötchen mit verschiedenen Arten von Fisch und erlaubt gemütliches Sitzen (Mit Blick auf den Containerhafen), abseits des Trubels der Landungsbrücken. Mit einem kühlen Astra lässt sich von hier aus langsam der Abend beginnen und das Rotlichtviertel St. Pauli mit der berüchtigten Reeperbahn sind auch nur weniger Minuten zu Fuß entfernt.

 

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Alle Fotos der Slideshow sind von https://pixabay.com entnommen.

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